Der Sommer ist vorbei und du kommst von deiner letzten Reise mit vielen Eindrücken, tollen Erlebnissen und ganz viel Begeisterung für dein Urlaubsziel zurück nach Hause. Jetzt möchtest du all das irgendwie festhalten, doch du weißt nicht genau, wie du anfangen sollst. Einen Reiseführer möchtest du nicht schreiben, wohl aber einen Reisebericht mit vielen Details. Womit fängst du an und was braucht es überhaupt dafür?
- Was ist ein Reisebericht, was ein Reiseführer?
- Wann lohnt sich ein Reisebericht?
- Wie schreibe ich einen Reisebericht?
- Deinen Reisebericht schreiben
- Nach dem Schreiben …
Was ist ein Reisebericht, was ein Reiseführer?
Wenn du deine Erlebnisse aufschreiben möchtest, wirst du wohl einen Reisebericht schreiben. Reiseberichte bieten dir die Möglichkeit, das, was du im Urlaub erlebt hast, wiederzugeben. Hier ist Raum für deine Geschichten, subjektive Eindrücke und Erfahrungen. Deine Zielsetzung ist vor allem, dass du anderen Menschen von deiner Reise erzählen möchtest. Es geht nicht darum, ein praktisches Nachschlagewerk zu schreiben, in dem du Fakten wiedergibst und Planungshilfen erstellst. Letzteres ist Bestandteil von Reiseführern und erfüllt seinen eigenen Zweck. Vielmehr möchtest du anderen von alldem erzählen, was du inspirierend, spannend oder beeindruckend findest.
Wann lohnt sich ein Reisebericht?
Ein Reisebericht lohnt sich, wenn du …
- etwas über deine Reise(n) zu erzählen hast, das du unbedingt aufschreiben willst.
- persönliche Erlebnisse teilen möchtest.
- Freude an essayistischen Formen des Schreibens hast.
- kein Reisehandbuch schreiben willst.
Wie schreibe ich einen Reisebericht?
Die Frage lässt sich nicht allgemeingültig beantworten, ein paar Tipps helfen dir jedoch, Struktur in deine Gedanken und dein Schreibvorhaben zu bringen. Je eher du ansetzt, desto besser! Das heißt: Solltest du schon vor deinem Urlaub mit dem Gedanken spielen, deine Reise zu verschriftlichen, berücksichtige das bei der Planung.
Vor und während der Reise
Wie verreist du und was wirst du mitnehmen? Für einen Reisebericht lohnt es sich, eine Kamera für Bilder dabei zu haben. Auch wenn Handy-Schnappschüsse mittlerweile eine sehr gute Qualität aufweisen, geht nichts über Fotos von einer Kamera.
Auch wichtig sind Notizen. Egal ob analog oder digital: Nimm dir die Zeit, über deine Reise zu reflektieren und schreibe das auf, was interessant sein könnte. Sprachnotizen sind ebenfalls eine gute Option. Es geht dabei nicht darum, dass alles schon perfekt klingen muss. Wichtiger ist, dass du dich nach dem Urlaub noch daran erinnerst, was du erlebt hast und worüber es sich zu schreiben lohnt.
Nach der Reise
Nach der Reise wartet ein wenig Schreibtischarbeit auf dich, denn zunächst geht es darum, dein Material zu sichten. Du solltest dir als erstes einen Überblick über das schaffen, was du alles dokumentiert hast und in welcher Form. Was hast du aufgeschrieben, was fotografiert? Wenn du handschriftliche Notizen hast, wäre eine gute Idee, sie zu digitalisieren und dabei vorzusortieren. So ersparst du dir später viel Sucherei. Wie so eine Sortierung aussehen könnte, kommt ganz auf den Text an, den du schreiben möchtest. Möchtest du chronologisch oder thematisch vorgehen?
Vielleicht nehmen deine Gedanken nun schon Form an. In jedem Fall lohnt es sich, Ideen für deinen Bericht schon festzuhalten. So fällt es dir später leichter, direkt ins Schreiben zu kommen.
Deinen Reisebericht schreiben
Wenn du dein Material gesichtet hast und weißt, worüber du schreiben möchtest, kannst du loslegen. Sofern du noch nicht darüber nachgedacht hast, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, dir selbst folgende Fragen zu beantworten:
- Für wen schreibe ich den Bericht? Wer ist die Zielgruppe?
- Wo soll der Bericht erscheinen? Soll es ein Buch werden oder ein Blogbeitrag? Oder gibt es ein ganz anderes Format für die Veröffentlichung?
Mit den Überlegungen zum Erscheinungsformat und zur Zielgruppe kannst du einige Punkte ableiten und sie helfen dir dabei, den richtigen Ton zu treffen:
Bücher bei Verlagen erscheinen oft in Reihen oder haben Formatvorgaben, Blogs im Internet funktionieren anders als ein gedruckter Bericht. Ein Beitrag für ein Magazin hat vielleicht einen anderen Umfang. Je nach Format hast du mehr oder weniger Raum, deinen Bericht zu formulieren und kannst entsprechend viele Eindrücke beschreiben.
Deine Zielgruppe gibt dir Aufschluss zum Text und dem Stil. Richtet sich der Text an Jugendliche oder Erwachsene? Schreibst du für andere Reisende oder für jene, die lieber mit dem Finger auf der Landkarte neue Orte erkunden? Reisen deine Leser*innen zum Vergnügen oder mit einem bestimmten Ziel? Stell dir die Person vor, die deinen Bericht lesen wird. So fällt es dir leichter, sie auch wirklich anzusprechen.
Schreibtipps
Zum Abschluss habe ich noch ein paar Schreibtipps für dich, um dir den Einstieg in deinen Text und eine Überarbeitung zu erleichtern. Und nicht vergessen: Der erste Entwurf muss nicht perfekt sein! Du kannst ihn immer überarbeiten.
- Formuliere aktiv, nicht passiv.
- Lasse Unwichtiges weg.
- Schildere deine persönlichen Eindrücke.
- Beschreibe Sinneseindrücke, um deine Lesenden mitzunehmen.
Nach dem Schreiben …
… kommt das Überarbeiten. Wenn ich dich dabei unterstützen kann, freue ich mich, wenn du mir schreibst! Ob Blogbeitrag, Magazin- oder Zeitschriftenartikel oder gleich ein ganzes Buch – gemeinsam sorgen wir dafür, dass dein Reisebericht schöne Erinnerungen teilt und Fernweh weckt.
Kontakt: info@katjamattsson.de
Titelbild: Joshua Earle auf Unsplash

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