Schreibroutinen: Wie du endlich am Ball bleibst

Ein aufgeschlagenes Notizbuch liegt mit einem Stift darauf auf einem Tisch. Daneben steht eine Vase und eine Tasse schwarzer Kaffee.

Am Wochenende warst du unterwegs oder hast im Garten gearbeitet, weil endlich mal wieder die Sonne schien. Jetzt hat die neue Woche angefangen und dein Bürojob schlaucht dich. Geschrieben hast du in den letzten zwei Wochen kein einziges Wort, dabei willst du doch unbedingt an deinem Buchprojekt weiterarbeiten.

Fehlt dir wirklich die Zeit oder fehlen dir einfach die Routinen?

In diesem Blogbeitrag geht es um Schreibroutinen, die du dir als Autor*in zunutze machen kannst, egal ob du viel oder wenig Schreibzeit in deiner hektischen Woche hast. Routinen ermöglichen dir, auch eine knappe Zeit auszuschöpfen und so Schritt für Schritt in deinem Projekt weiterzukommen.

Warum Routinen wichtig sind

Routinen sind eine Form von Gewohnheit. Egal ob beim Sport, bei Arbeitsschritten oder eben dem Schreiben – wenn wir sie erst haben, fällt es uns leichter, sie auch fortzuführen. Die eigentliche Tätigkeit wird nicht mehr als so aufwändig empfunden und wir kommen einfacher in die Gänge. Insbesondere beim Schreiben prokrastinieren wir weniger, sind konzentrierter und motivierter. Es dauert zwar eine Weile, Routinen aufzubauen, aber es lohnt sich.

Wie finde ich eine passende Schreibroutine?

Die eine Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Was für eine Person gut funktioniert, klappt bei einer anderen gar nicht. Daher ist es wichtig, dass du unterschiedliche Dinge ausprobierst, um zu sehen, welche Routinen für dich funktionieren und welche nicht. Bei manchen Versuchen siehst du das sofort, manche solltest du über einen längeren Zeitraum testen. Wichtig ist, dass du reflektierst und überlegst, warum etwas nicht gepasst hat. Vielleicht musst du dann beim nächsten Mal nur eine Kleinigkeit ändern.

Praktische Tipps zum Aufbau deiner Schreibroutine

Ich möchte dir heute ein paar Denkanstöße mit auf den Weg geben, wie auch du Routinen entwickeln kannst. Viele davon sind einfach umzusetzen und bedeuten nicht viel Aufwand, können dir aber helfen, bald wieder regelmäßig zu schreiben.

  • Finde das passende Zeitfenster
    Morgenmensch oder Nachteule? Wann ist deine Kreativität besonders wach? Oder wann hast du die meiste Ruhe? Der richtige Zeitraum kann entscheidend für deine Produktivität sein. Wenn du dir nicht sicher bist, was für dich funktioniert, nimm dir ein paar Wochen und probiere dich aus!
  • Deine Schreibumgebung
    Finde den passenden Ort für dich. Für die einen ist das der heimische Schreibtisch mit absoluter Ruhe, für andere ist es das belebte Café um die Ecke. Schreibe dort, wo du dich besonders produktiv fühlst. Wenn du nicht sicher bist, gilt auch hier: Einfach mal ausprobieren!
  • Ziele setzen
    Eine Zielsetzung hilft dir, in deinem Projekt voranzukommen. Aber bleibe dabei realistisch! Ein festgelegtes Minimum an Wörtern kann dich zwar vorwärtsbringen, setzt du dein Ziel aber zu hoch, kann es dich lähmen oder sogar blockieren.
    Es muss dabei kein Wörterziel sein. Vielleicht passt für dich ein Zeitziel besser. 30 Minuten am Tag sind beispielsweise ein gutes Zeitfenster, um in deinem Manuskript vorwärtszukommen. Aber auch schon 10 Minuten bringen deine Geschichte weiter.
  • Schreibpartner*innen finden
    Egal ob zu zweit in einem Wohnzimmer, mit einer Gruppe im Café oder virtuell: Verabrede dich mit anderen schreibenden Menschen. Ein fixer Termin schafft Verbindlichkeit und du hältst dir die Zeit für das Schreiben außerdem frei. Schön ist auch, dass ihr euch gegenseitig unterstützen, motivieren und eure erreichten Ziele feiern könnt.
  • Tracking
    Manchen hilft es auch, die Fortschritte schriftlich festzuhalten, um zu sehen, wo sie am Ende einer Woche, eines Monats oder gar eines ganzen Schreibjahres stehen. Jedes Wort zahlt auf dein Schreibziel ein. Du kannst dabei ganz klassisch analog aufschreiben, was du geschafft hast, oder aber du nutzt eine der vielen digitalen Trackingmethoden, die es da draußen gibt.
  • Belohnungen
    Stelle dir eine Belohnung in Aussicht. Sie muss nicht riesig sein, um eine große Wirkung zu erzielen: ein Stück Kuchen oder ein Essen in deinem Lieblingsrestaurant, das Buch, das du schon lange kaufen wolltest, eine Joggingtour oder einen Nachmittag mit deinen besten Freund*innen verbringen. Ganz gleich, was dich motiviert, kann eine tolle Belohnung für einen erreichten Meilenstein sein.

Was ich persönlich aber besonders wichtig finde, ist, dass du den Druck beim Schreiben rausnimmst. Nur selten hast du beim ersten Entwurf überhaupt eine Deadline, die Schreibdruck erfordert, und nicht immer schaffst du es, deine Zeit zum Schreiben zu nutzen. Das ist okay. Mach dir deswegen keinen Druck, denn auch schreibfreie Tage gehören dazu. Hauptsache ist, dass du wieder einsteigst und in deine Routine zurückfindest.

Was hilft dir, um Schreibroutinen aufzubauen? Und hast du noch weitere Tipps? Erzähl mir doch gern, welche du ausprobiert hast. Ich freue mich auf deine Nachricht!

Bild: Priscilla Du Preez auf Unsplash


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